Juli 28, 2021

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Themen: Artikel, Physiotherapie

Physiotherapie bei einem Schleudertrauma

Physiotherapie bei einem Schleudertrauma

Ein Schleudertrauma, häufig auch als Beschleunigungstrauma bezeichnet, wird in den meisten Fällen durch einen Auffahrunfall hervorgerufen. Aber auch beim Tauchen oder beim Betreiben von Kampfsport können Schleudertraumata entstehen. Dabei wird der Kopf innerhalb einer Sekunde vor- und zurückgeschleudert, was eine ganze Reihe an Symptomen nach sich ziehen kann. All diese Symptome bedürfen einer sehr individuellen Behandlung, für die ein Physiotherapeut der richtige Ansprechpartner ist.
Patienten mit der Diagnose Schleudertrauma beschreiben in der Regel mehrere Symptome gleichzeitig. Dazu zählen u.a. Kopfschmerzen, Schwindel und Nackenschmerzen.

Welche Beschwerden haben Patienten mit einem Schleudertrauma?

Neben den zuvor bereits genannten Beschwerden, wie Kopf- und Nackenschmerzen, sowie einem Schwindelgefühl, kann es durch ein Schleudertrauma ebenso zu Bewegungseinschränkungen kommen. Diese entstehen durch Muskelverspannungen und betreffen zumeist die Schulter- und Nackenpartie. Auch Erschöpfung, Kraftverlust, Lichtempfindlichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Taubheit, Störungen des Gleichgewichtssinns und Tinnitus können durch ein Schleudertrauma hervorgerufen werden. All diese Beschwerden können sowohl die Lebensqualität deutlich einschränken als auch das soziale und berufliche Leben des Patienten drastisch belasten.
Wie lange diese Beschwerden anhalten, ist davon abhängig davon, wie schwer das Trauma ist. In der Regel erholen sich die Patienten innerhalb von etwa 30 Tagen. Bei schweren Traumata kann die Erholungsphase allerdings länger dauern, was die Patienten zu längeren Einschränkungen des persönlichen und beruflichen Alltags zwingt. So kann ein Trauma auch gut und gerne bis zu 6 Monate für Probleme sorgen und den Patienten dadurch auch physisch sehr belasten.

Wie kann die Physiotherapie bei der Linderung des Schleudertraumas helfen?

Haben Sie sich heftig den Kopf gestoßen oder gar einen Autounfall gehabt, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren. Dieser wird Sie genau untersuchen und Ihnen Fragen nach Ihrem Befinden stellen. Im Falle, dass Sie über die Beschwerden klagen, die auf ein Schleudertrauma schließen lassen, wird der Arzt Ihnen normalerweise sofort ein Rezept für Behandlungen bei einem Physiotherapeuten ausstellen. Unter normalen Umständen wird die Behandlung durch den Physiotherapeuten nicht nach einer Serie (9 Konsultationen) abgeschlossen sein und fordert zumeist weitere Behandlungstermine.
Zu Beginn der Behandlung werden Sie dem Therapeuten den Unfallhergang bzw. die Ursache für das Trauma schildern müssen. Daneben wird er Ihnen Fragen stellen, welche Nebendiagnosen vorliegen, wie es um Ihr Schmerzempfinden bestellt ist und welche Einschränkungen Sie im Alltag durch das Schleudertrauma haben. Anschließend wird der Physiotherapeut Sie eingehend untersuchen und u.a. auf Ihre Körperhaltung achten. Auch das Abtasten der Weichteile im Bereich des Nackens und die Prüfung wie beweglich Ihr Nacken und die ihn umgebenden Gelenke sind, gehören zu dieser Untersuchung dazu.
Bestenfalls zeigen Sie dem Therapeuten, welche Funktionen durch das Trauma eingeschränkt sind. Auch einen Krafttest oder das Zeigen, wie sehr Ihr Gleichgewichtssinn betroffen ist, kann ihm bei der weiteren Behandlung helfen. Haben Sie Sensibilitätsstörungen, ist es möglich, weitergehende neurologische Untersuchungen durchzuführen.
Erst im Anschluss kann der Physiotherapeut mit Ihnen gemeinsam einen Plan zur Behandlung erstellen. Zur Therapie gehören, je nach Schwere und Schmerzen, Tapes, sanfte Massagen, leichte Dehn- und Beweglichkeitsübungen. Nach und nach wird die Behandlung intensiviert werden, sodass Sie sich nach schätzungsweise drei Wochen wieder normal bewegen sollten.
Durch eine derartige Behandlung wird von Beginn an die Beweglichkeit verbessert und durch die